Bitcoin-Mining-Unternehmen verlassen China

China sorgt immer wieder für Schlagzeilen in der Kryptoszene. Nun sorgt die Nachricht, dass China viele große Mining-Farmen geschlossen hat für Aufregung. Von Sonntag auf Montag, den 21.06.2021, sorgten Nachrichten aus China für extreme Kursverluste im Kryptomarkt. In der chinesischen Provinz Sichuan wurden am frühen Montagmorgen viele der großen Mining-Farmen geschlossen. Chinesische Behörden greifen hart gegen Bitcoin-Mining-Betriebe durch und regulieren den Prozess des Minings weiter. Bereits am 12. Juni verkündeten Behörden in Yunnan, dass sie Untersuchungen über die angebliche illegale Verwendung von Strom anordneten. Untersucht wurden vor allem Unternehmen, die sich auf das Minen von Bitcoin spezialisiert haben.

2019 kamen laut Schätzungen von CoinShares mehr als 50 Prozent der absoluten Hashrate des Bitcoin-Netzwerks aus Sichuan. Standortfaktoren wie der extrem günstige Strom, der größtenteils aus Wasserkraft gewonnen wird, und weitere infrastrukturelle Vorteile führten zu einer konzentrierten Ansammlung von Mining-Unternehmen. Bereits seit Anfang Mai verstärkten sich die Hinweise dafür, dass die Hashrate in China signifikant sinkt. Weitere Beschränkungen der chinesischen Behörden werden dazu führen, dass nahezu alle Mining-Unternehmen andere Standorte für das Mining suchen werden.

BIT Mining – Großes Mining-Unternehmen wechselt Standort

Noch direkt am Montag verschickte das Unternehmen BIT Mining, das sich auf das Minen von Bitcoin spezialisiert, 320 Bitcoin-Miner nach Kasachstan. Das Nachbarland von China zeichnet sich durch ebenfalls niedrige Stromkosten und deutlich weniger behördliche Auflagen aus. Das Unternehmen verkündete zudem, dass es bis Juli insgesamt weitere 2600 Bitcoin-Miner an Standorte außerhalb von China verschicken werde. BIT Mining will in der nahen Zukunft zudem 35 Millionen US-Dollar in weitere Mining-Farmen in Kasachstan und in Texas investieren.

Die USA werden zunehmend für Mining-Unternehmen aus der ganzen Welt interessant. Miamis Bürgermeister Francis Suarez verkündete jüngst, dass seine Stadt ein zukünftiges Zentrum für Mining-Unternehmen werden könnte. Eine Grundvoraussetzung dafür sei der günstige Strom aus nahe gelegenen Atomkraftwerken. Miami äußerte bereits in der Vergangenheit Interesse an der weiteren Adaption von Kryptowährungen.

Auswirkungen auf den Bitcoin-Kurs

Die vorerst schlechten Nachrichten sorgten bei Anlegern für Verunsicherung. Es kann zu einem massiven Abverkauf und der Bitcoin-Kurs brach kurzfristig sogar die 30.000 US-Dollar Marke. Eine weitere Nachricht aus China sorgte für weitere Verunsicherung: Chinas drittgrößte Bank stellte Transaktionen, die im Zusammenhang mit Kryptowährungen stehen, ein. All diese Faktoren sorgten für einen kurzfristigen massiven Preissturz, Bitcoin scheint sich von diesem jedoch zum Ende der Woche hin wieder zu erholen.

Enormer Einbruch der Hashrate

Die Hashrate des Bitcoin-Netzwerkes befindet sich aktuell auf dem niedrigsten Stand seit November des letzten Jahres. Seit Mitte Mai hat sich die Hashrate nahezu halbiert. Der Rückgang ist auf das Durchgreifen chinesischer Behörden zurückzuführen und die damit gesunkene Profitabilität des Minings. Diese zwang weitere Unternehmen, ihre Miner vorerst abstellen zu müssen.

Schadet Mining der Umwelt?

Aus Umweltschutz-Aspekten verkündete Tesla Mitte Mai, künftig keine Bitcoins mehr als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Dieser massive Sinneswandel von Elon Musk sorgte für Aufregung in der Krypton-Szene und eröffnete erneut die Diskussion, wie umweltschädlich das Mining von Bitcoin eigentlich ist. Elon Musk kritisierte vor allem den zunehmenden Einsatz von Energie, die durch das Verbrennen von Kohle gewonnen wurde. Die Energiegewinnung aus Kohle gilt als besonders umweltschädlich.

Auf diese Nachricht reagierten auch große Mining-Unternehmen, die nun zunehmend nach alternativen Energiequellen für ihre Mining-Farmen Ausschau halten. Gerade in den USA siedeln sich in Zukunft mehrere große Unternehmen an, die auf das Mining von Kryptowährungen spezialisiert sind und wollen dabei ausschließlich auf Strom aus erneuerbaren Quellen setzten. Wenn es um das Thema Umwelt und Bitcoin geht, muss jedoch immer beachtet werden, dass auch das konventionelle Finanzsystem enorme Mengen an Energie benötigt. Generell zeigen sich Mining-Unternehmen aber sehr kooperativ, wenn es um die Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen geht.

Nachrichten, die das Mining von Bitcoin betreffen, beeinflussen dieses Jahr extrem die Kurse der Kryptowährung. Langfristig muss sich das harte Durchgreifen der chinesischen Behörden jedoch nicht negativ auf den Bitcoin-Preis auswirken. Es könnte auch eine Chance darstellen, da das Netzwerk weiter dezentraler wird jetzt, wo nicht mehr ein Großteil der Bitcoins in China geschürft werden.

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