Bereits seit einigen Wochen wird in den Medien immer wieder vom Chipmangel berichtet. Mittlerweile hat sich die Situation allerdings so stark verschärft, dass deutsche Autobauer wie Volkswagen und Daimler ihre Produktion drosseln müssen. Daher gehen wir im Folgenden genauer auf diese Thematik ein und besprechen auch, wie man sich als Anleger und Trader in der jetzigen Situation verhalten sollte.
Mikrochips werden heutzutage für die unterschiedlichsten Produkte benötigt. Dazu zählen zum Beispiel Computer, Smartphones, Tablets, Spielekonsolen und Fernseher. Aber auch in modernen Fahrzeugen werden immer mehr Chips benötigt.
Auf der Welt gibt es nur wenige Unternehmen, die sich auf die Herstellung von Mikrochips spezialisiert haben. Dominiert wird der Halbleiter-Markt vor allem von den drei folgenden Firmen:
Aktuell kommt es vor allem beim taiwanesischen TSMC Konzern zu Lieferengpässen. So können zum Beispiel bereits seit Monaten nicht genügend Halbleiter für die Automobilindustrie hergestellt werden. Dieser Chipmangel hat nunmehr sogar dafür zugeführt, dass sich der deutsche Wirtschaftsminister Altmaier direkt an die Regierung in Taiwan gewendet hat.
Allein für die Herstellung eines Halbleiters benötigt man rund sechs Wochen in der Chipfabrik. Da es sich hierbei um ein sehr komplexes Produkt handelt, sind hierfür rund 16.000 Rohstoffe notwendig. Dies sind beispielsweise seltene Erden, Gold etc. Man kann sich daher vorstellen, dass es sich hierbei um eine sehr ausgefeilte und vor allem auch globale Logistik handelt.
Außerdem kann die Produktion eines bestimmten Chips nicht „einfach so“ auf einen anderen Halbleiter umgestellt werden. All das bedeutet, dass die Kunden den Chipherstellern frühzeitig ihre Bestellungen mitteilen müssen, um Kontingente erhalten zu können.
Anfang letzten Jahres hat die Corona Pandemie dazu geführt, dass die Verkaufszahlen von Pkw massiv eingebrochen sind. Aus diesem Grund hatte die Automobilindustrie Angst, dass sie die bestellten Halbleiter nicht benötigen würde – daher wurden zum Beispiel bei TSMC Produktionskapazitäten storniert. Die freien Kapazitäten wurden dann aber natürlich anderweitig verwendet.
Mittlerweile werden wieder viel mehr Autos verkauft, weshalb auch wieder mehr Chips benötigt werden. Die Kapazitäten sind bei TSMC nun aber beispielsweise durch die Herstellung von Grafikkarten Chips oder für die Produktion des neuen Apple M1 Prozessors belegt.
Wie man sieht, ist dieses Problem daher – zumindest teilweise – von der Automobilindustrie hausgemacht. Experten gehen davon aus, dass der Engpass voraussichtlich noch mindestens sechs Monate anhalten wird.
Insgesamt ist es sehr positiv, dass die Wirtschaft anzieht und dass daher viele Halbleiter benötigt werden. Von dieser Nachfrage profitieren zum Beispiel Grafikkartenhersteller wie NVIDIA und AMD. Aber auch Apple und Samsung können ein sehr interessantes Investment darstellen: So kaufen die Menschen nach wie vor überproportional viele Smartphones und Tablets.
Sehr einfach kann man mit den genannten Firmen bei einem CFD Broker handeln. Um einen sehr guten Anbieter zu finden, ist es empfehlenswert, unseren großen Broker Vergleich zu nutzen.
Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
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