Hohe Schulden zwingen Telekom zu einer neuen Strategie

Die Aktie, des aus Bonn stammenden Unternehmens Telekom, befindet sich seit Ende der vergangenen Woche erneut unter erhöhtem Druck. Großen Einfluss soll hier auch die derzeitige Lage um die Corona-Pandemie haben. Die drastisch steigenden Zahlen an Neuinfektionen mit dem Corona-Virus wirken sich sichtlich an den Börsen aus und sorgen hier für regelrechte Kursrutsche. Doch Experten gehen davon aus, dass die Telekom auch bei noch gravierender Entwicklung der Corona-Pandemie, weitgehend geringe Auswirkungen durch diese zu spüren bekommen wird. Ein größerer und belastenderer Faktor für den Kurs der Aktie der Telekom soll hier die derzeit eher defensive Strategie des Konzerns sein sowie die hohen Schulden.

Neue Strategie soll Telekom stabilisieren

Durch die derzeitigen Entwicklungen und der hohen Schulden soll die Telekom einen Wechsel der Strategie anstreben, wie der Handelsblatt kürzlich mitteilte. Laut des Handelsblatts soll die neue Strategie Partnerschaften innerhalb der EU beinhalten, die den Ausbau des Glasfasernetzes fördern. Der Fokus soll hier insbesondere auf Investoren sowie Joint Ventures liegen. Für Österreich soll ein solches Joint Venture bereits in der Vorbereitung sein. Die Telekom selbst soll dafür eine Summe von 150 Millionen Euro investieren und der dazugehörige Partner ebenfalls. Werden die Schulden berücksichtigt, dann würde hier ein gemeinschaftliches Unternehmen entstehen, welches einen Wert von um die eine Milliarde Euro erreicht.

Zum Beginn des neuen Jahres soll das dazugehörige Bieterverfahren starten. Auch für Polen soll die Telekom bereits auf ein solches Projekt hinarbeiten, wie das Handelsblatt meldete. Bisher verfolgte die Telekom die Strategie der vollen Kontrolle über die Infrastruktur, doch mit solchen Projekten würde das Unternehmen einen Teil dieser Kontrolle abgeben. Doch dies ist aufgrund der hohen Schulden notwendig, wie einige Experten äußerten. Die Schulden sollen derzeit bei mehr als 130 Milliarden Euro liegen und um diese zu tilgen sei eine neue Ausrichtung unabdingbar. Ob sich die neuen Projekte am Ende positiv auswirken, das bleibt noch abzuwarten.

Quote bei den Schulden wird nicht erreicht

Wie dramatisch die Lage um die Schulden der Telekom ist, zeigte Christian Illek, der CEO des Unternehmens, erst kürzlich. Laut Christian Illek soll die Quote bei den Schulden weder für dieses Jahr erreicht werden können, noch für die folgenden Jahre. Einst lag das Ziel des Konzerns hier in einem Bereich von 2,25 bis hin zu 2,75 in Bezug auf das bereinigte EBITDA. Derzeit befindet sich das Niveau bei den Nettofinanzverbindlichkeiten, auch mit Berücksichtigung der Verbindlichkeiten im Bereich des Leasings, bei einer bereinigten EBITDA von 3,02.

Dementsprechend positiv sehen viele Experten derzeit die neue Strategie der Telekom und äußern Hoffnung, dass es so zu positiveren Entwicklungen bei dem Abbau der Schulden kommen kann. Trotz dessen stimmt viele Anleger die Lage auch skeptisch und eine direkte Investition in die Aktie der Telekom möchte umgangen werden. Anleger, die einen direkten Kauf für sich ausschließen, müssen auf den Handel mit der Aktie jedoch nicht verzichten. Online-Broker bieten das Traden der reinen Kursbewegungen zu attraktiven Konditionen über CFDs an.

Fazit: Partnerschaften könnten sich positiv auswirken

Die Telekom hat bisher immer die volle Kontrolle über die Infrastrukturen angestrebt, doch die derzeitige Lage und auch die hohen Schulden, lassen das Unternehmen nun neue Wege gehen. Es sollen Partnerschaften, im Bereich des Ausbaus des Glasfasernetzes, eingegangen werden. Für Österreich liegen hier bereits Pläne für ein Joint Venture vor. Die angestrebten Partnerschaften könnten sich positiv auf den Abbau der Schulden auswirken. Anleger, die das Papier trotz dessen nicht direkt erwerben möchten, die können die reinen Kursbewegungen bei Online-Broker über CFDs handeln.

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